Van – Esfahan
Allgemeines:
Kurz Aktuelles von uns. Wir sind in Esfahan und es geht uns gut. Von dem Erdbeben in Van haben wir nichts mitbekommen. Zum einen waren wir ca. 600 bis 700km (Luftlinie) entfernt um physisch etwas mit zu bekommen und zum anderen waren wir die letzte Woche viel auf dem Rad und hatten eigentlich seit Van keine Moeglichkeit mehr an Berichterstattung zu kommen. Es ist schrecklich was dort passiert ist und wir hatten schon Kontakt mit einem Bekannten aus Van. Ihm geht es gut, es ist aber viel zerstoert und es gibt etliche Tote. Auf Rückmeldung von anderen Bekannten warten wir noch.
Christian:
Ich moechte mal kurz ein paar erste Eindrücke zum Iran schreiben:
• Es gibt auf der Strasse auch lebende Schlangen nicht nur tote wie in der Türkei.
• Es wurde schlagartig mit der Grenze grüner wie in der Osttürkei.
• In Farsi (persisch) schreibt man ja auch die Zahlen anders!
• Kommunikation mit den Menschen auf der Strasse (überwiegend Maenner) laeft zu 95% nur über mich.
• Hilfsbereitschaft an jeder Ecke.
Trabzon – Van
Anna:
Undso machten wir uns auf, Richtung Süden, ins Landesinnere der Türkei. Erstes Highlight, weshalb wir einen Umweg machten war das Sumela-Kloster. Es ist ein ehemals griechisch-orthodoxes Kloster aus byzantinischer Zeit und wurde in den Felsen gebaut. Wir kamen abends an, zu müde um den letzten Aufstieg noch zu packen. Am nächsten Morgen quälten wir uns früh aus den Schlafsäcken um die Ersten zu sein und bald weiter fahren zu können. Oben angelangt lasen wir die Öffnungszeiten: 09-18 Uhr!
Istanbul – Trabzon
Anna:
Am Donnerstag, dem 18.08.2011 standen wir früh auf, um bald nach Sonnenaufgang die Räder zu satteln und aufzubrechen. Ist es möglich die Autobahnbrücke per Rad zu überqueren? Wir kannten niemanden, der uns diese Frage beantworten konnte, was den Tag natürlich noch besonderer machte. Als wir uns der Brücke näherten, erkannten wir auf der rechten Seite ein Wächterhüttchen und dahinter ein Polizeiauto. Wir traten heftig in die Pedale in der Hoffnung die Polizei würde uns in dem ganzen Verkehr übersehen. In dem Auto und dem Häuschen war allerdings niemand zu sehen! Gepuscht von hupenden Bussen und Autos fuhren wir dennoch erleichtert per Fahrrad auf den asiatischen Kontinent.
We crossed the bridge!
Zimnicea – Istanbul
Christian:
Nach einem späten Frühstück im Park starten wir durch. In Bulgarien geht es nun langsam los und es wird immer bergiger. Die ersten Tage fahren wir immer um die 150 hm nach oben und dann wieder ca. 120hm nach unten, usw. Es geht aber langsam weiter und wir kommen immer höher. Wir stellen schon bald fest, dass unsere Strassenkarte für Bulgarien, recht schlecht ist, es dient um sich zwischen den Ortschaften zu orientieren, viele Strassen sind aber schlichtweg falsch eingezeichnet. Es gibt vor Ort Feldwege, welche in unserer Karte eingezeichnet sind und viele Teerstrassen, die komplett fehlen. Da man hier aber doch immer recht kurze Entfernungen zwischen den Dörfern hat, geht es doch sehr gut sich durch zu hangeln.
Budapest – Belgrad – Zimnicea
Anna:
In Budapest haben wir in einem Hostel übernachtet und gleichmal Kontakte geknüpft. Wir haben Xi Xia kennengelernt und schonmal eine Übernachtung für Peking klar gemacht
Mit dem Rad ließ sich die Stadt wunderbar erkunden und aus dem Rasttag wurde eine bergige Radtour. Allerdings ohne Gepäck.
Die nächsten 4 Tage nach Budapest sind wir jeweils über 100km gefahren. Am 3ten dieser Tage meinte Christian in der Früh: “heute gehen wir es aber gemütlich an.” An diesem Tag haben wir unseren bisherigen Rekord aufgestellt mit 125km. Aber es war wunderschön, die Strecke ging durch den Nationalpark. Anfangs haben wir damit geliebäugelt dort unser Zelt aufzustellen aber nachdem wir die erste Wildschweinfamilie gesehen haben, hab ich mich der Idee quer gestellt
Bis wir endlich bei der nächsten Campingmöglichkeit angekommen sind, wars dunkel…








